Thermische Analyse

Das Labor für thermische Analyse bildet die Grundlage für alle Hochtemperaturversuche an natürlichen und synthetischen Materialien. Thermische Analysen sind ein Standardverfahren in der Materialwissenschaft, da sie eine grundlegende Charakterisierung der Materialeigenschaften ermöglichen, was in den Geowissenschaften von großer Bedeutung ist.

Differenzielle Scanning-Kalorimetrie

Zimmer
C 014
Ansprechpartner
Kai-Uwe Hess
Gerät
Netzsch DSC 404 C – Differential-Scanning-Kalorimetrie
Betriebstemperatur
Raumtemperatur – 1500 °C
Gasdurchfluss
Argon (5,0) bei 25 cm3/min
Differential Scanning Calorimetry

© Kai-Uwe Hess

Die Differential-Scanning-Kalorimetrie ist eine in den Geowissenschaften häufig verwendete Methode. Dabei werden die thermodynamischen Eigenschaften einer unbekannten Probe im Vergleich zu einem Referenzmaterial in Abhängigkeit von der Temperatur gemessen. Auf diese Weise lässt sich die thermische Geschichte von Geomaterialien, z. B. vulkanischen Gläsern, untersuchen.

Dieses Differential-Scanning-Kalorimeter (DSC) in Verbindung mit einem thermogravimetrischen Analysator (TGA) kann verwendet werden, um 1) die Wärmekapazität von Materialien, 2) den Glasübergang, 3) Phasenübergänge (z. B. Schmelzen, Kristallisation, Kristallstrukturübergänge), 4) Gewichtsgewinn/-verlust (z. B. Hydratation, Dehydratation, Gasausscheidung, Oxidation, Entkarbonisierung) und 5) Sinterbedingungen. Dieses System ist mit einem Wasserdampfversorger gekoppelt, um Messungen in Wasserdampfatmosphäre sowie in herkömmlichen Ar- oder N-Atmosphären zu ermöglichen. Vier Öfen stehen zur Verfügung, um Bestimmungen unter verschiedenen Bedingungen durchzuführen:

Pt-Ofen: bis zu 1500 °C und Aufheizgeschwindigkeit bis zu 25 °C/min.
Hochgeschwindigkeits-Pt-Ofen: bis zu 1250 °C und Aufheizung bis zu 3500 °C/min (lineare Aufheizrate bis zu 1500 °C/min).
Wasserdampf-Atmosphärenofen: bis zu 1250 °C und Aufheizgeschwindigkeit bis zu 25 °C/min.
Si-C-Ofen: bis zu 1550 °C und Aufheizgeschwindigkeit bis zu 40 °C/min.

Room
C 015
Contact person
Kai-Uwe Hess
Device
Mettler-Toledo Flash DSC 2+ - Differential Scanning Calorimetry
Working temperature
room temperature - 1000 °C
Gas flow
Argon (5.0) at 25 cm3/min
Mettler-Toledo Flash DSC 2+ - Differential Scanning Calorimetry

Mettler-Toledo Flash DSC 2+ – Differential-Scanning-Kalorimetrie | © Kai-Uwe Hess

Die schnelle Differential-Scanning-Kalorimetrie ist eine in den Geowissenschaften häufig verwendete Methode. Dabei messen wir die thermodynamischen Eigenschaften einer unbekannten Probe im Vergleich zu einem Referenzmaterial als Funktion der Temperatur. Auf diese Weise lässt sich die thermische Geschichte von Geomaterialien, z. B. vulkanischen Gläsern, untersuchen. Die Probengröße beträgt hier weniger als 80 Mikrometer, wodurch Heizraten von bis zu 10000 K/s angewendet werden können.

Thermomechanischer Analysator

Zimmer
C 014
Ansprechpartner
Kai-Uwe Hess
Zugangsbestimmungen
Typ
2x Thermomechanischer Analysator (TMA) 402F1 Hyperion (Netzsch GmbH)
Bereich der Versuchsparameter
Temperatur: <1550 °C (bis zu 1000 °C/min)
Probenlänge: <30 mm
Probendurchmesser: <10 mm
Messbereich: +/- 2,5 mm
Auflösung der Längenänderung: 0,0125 nm
Druckkraft: 3 mN–3 N
Zugkraft: 3 mN–3 N
Modulierte Kraft: bis zu 1 Hz
Kraftauflösung: <0,01 mN
Vakuumdruck: <10-4 mbar
Thermomechanical-Analyzer

© Kai-Uwe Hess

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Quadrupol-Massenspektrometer

Zimmer
C 015
Ansprechpartner
Kai-Uwe Hess

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Simultane thermische Analyse

Zimmer
C 318
Ansprechpartner
Kai-Uwe Hess
Zugangsregulierung
Gerät
Simultane thermische Analysegerät (STA) 449C Jupiter (Netzsch GmbH) kombiniert mit Differential-Scanning-Kalorimetrie und Thermogravimetrie
Arbeitsbedingungen
· Probentyp: Pulver, Scheiben, Späne
· Probengewicht: <5 g
· Probenvolumen: <5
ml · Gewichtsauflösung: 25 ng
· Vakuumdruck: <10-4 mbar
Betriebstemperaturen:
RT bis 1600 °C
Gasdurchfluss
Argon (5,0) bei 25 cm3/min
Simulaneous Thermal Analysis

© Kai-Uwe Hess

Das STA ist eine Kombination aus einem DSC und einem thermogravimetrischen Gerät. Neben Wärmekapazitätsmessungen kann man damit auch Massenänderungen eines Probenmaterials in Abhängigkeit von der Temperatur über die Zeit sowie zusätzlich von Druck und Gaszusammensetzung untersuchen.

Zimmer
C 318
Ansprechpartner
Kai-Uwe Hess
Gerät
Mettler-Toledo TGA/DSC 3+ – Simultane thermische Analyse (kombinierte Differential-Scanning-Kalorimetrie und Thermogravimetrie) und EGA
Betriebstemperaturen:
Raumtemperatur bis 1300 °C
Gasdurchfluss
Argon (5,0) bei 25 cm3/min

Mettler-Toledo TGA/DSC 3+ – Simultane thermische Analyse (kombinierte Differential-Scanning-Kalorimetrie und Thermogravimetrie) und EGA | © Kai-Uwe Hess

The STA is a combination of a DSC and a thermogravimetric instrument. Besides heat capacity measurements one can study mass changes of a sample material, as a function of temperature with time, and additionally gas composition by a gas mass spectrometer.

Optische Dilatometrie

Zimmer
C 328
Ansprechpartner
Dirk Müller, Yan Lavallée
Hesse Instruments EM301-M16
· Probengröße: bis zu 5 x 5 x 5 mm
· max. Probentemperatur 1500 °C
· max. Aufheizgeschwindigkeit 80 K/min
· kann mit Ar oder N2 gespült werden
DataPhysics OCA 25 – HTV 1800
· Probengröße: bis zu 10 x 10 x 10 mm
· max. Probentemperatur 1800 °C bei Atmosphärendruck / 1450 °C bei 10-5 mbar
· max. Heizrate 5 K/min
· kann unter Vakuum (bis zu 10-5 mbar) betrieben oder mit Ar oder N2 gespült/gefüllt werden
· Messbereich des Kontaktwinkels: 0–180° (Auflösung +/-0,1°)
Optisches Dilatometer

© Antony Lamur

Mittels optischer Dilatometrie kann das Erwärmungs- und Abkühlungsverhalten fester Materialien (Bohrkerne, Pulver, Späne usw.) anhand von 2D-Bildern untersucht werden. Dabei können Fragen zu thermischer Ausdehnung, Sintern, Schmelzen und Ausbreiten, Erweichen, Aufschäumen und Kontaktwinkelanalyse der Probe von Interesse sein.

Beide verfügbaren Instrumente bestehen aus einer Lichtquelle, einem horizontal montierten Rohrofen und einer Kamera. Die zu untersuchenden Proben müssen auf einem inerten Substrat (z. B. einer Aluminiumoxidplatte) platziert und von der Seite eingelegt werden (mögliche Probengrößen siehe unten). Die Datenreduktion (Formenanalyse) kann mit einer speziellen Software durchgeführt werden. Alle Daten können zur weiteren Auswertung im ACSII-Format exportiert werden.

Dilatometrie

Zimmer
Ansprechpartner
Kai-Uwe Hess
Zugangsbestimmungen
Gerät
NETZSCH DIL 402C – Pushrod-Dilatometrie in horizontaler Geometrie
NETZSCH DIL 402C - Pushrod Dilatometry in horizontal geometry

© Kai-Uwe Hess

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